Leser » Rezensionen GorillaDelphia – Rage against the Nähmaschine

Rezension im Magazin »Orkus« GorillaDelphia II

GorillaDelphia 2: Rezension im Orkus

Timo Mrazek
»GorillaDelphia II – Armor, Stein & Eisen bricht«

Wahnsinn, einfach Wahnsinn.
Da kommt ein Autor daher und veröffentlicht sein Buch eigenhändig … und es ist ein Volltreffer! Der erste Teil der GorillaDelphia-Saga (mögen noch viele folgen!) war ein Fest für Freunde der schrägen Fantasy zwischen Douglas Adams, Terry Pratchett, Walter Moers oder A. Lee Martinez, fabelhaft gemacht und ein Paradies für Rollenspieler und Nerds. Und der zweite? Nun, der ist jetzt endlich erschienen und steht seinem Vorgänger in nichts nach.

Ich präzisiere: in absolut gar nichts! Wieder ist die Verpackung edel und voller unsinniger, aber hinreißender Gimmicks, wieder ist der Plot von rasiermesserscharfem Nonsense – irrwitzige Wendungen, Gags, absurde Spannung und unvergessliche Charaktere. Kostprobe gefällig? »Schwachsinnige Anrufe bedrohen die Rationale Sicherheit.« Kein Schmunzeln? Dann ist dieses Werk nichts für Dich. Alle anderen dürfen sich ein Loch in den Bauch freuen, erneut mit Ray Moron (der heißt wirklich so!) auf haarsträubende Ermittlertournee zu gehen. Die führt ihn diesmal ans Ende der Welt, wobei nicht immer klar ist, ob das physische oder endgültige Ende gemeinst ist. Womöglich beides?

Herrlich skurriler Anarchohumor, Dialoge, um die viele Autoren Timo Mrazek beneiden werden, und hohe Erzählkunst lassen nur ein Urteil zu: Dieses Buch ist eine Frechheit. Weil es nämlich bei keinem großen Verlag erscheint. Also los zu www. gorilladelphia.com. Björn Springorum

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des ORKUS.

 

Rezension im Magazin »Orkus« GorillaDelphia I

GorillaDelphia: Rezension im Orkus

Timo Mrazek
»GorillaDelphia - Rage against the Nähmaschine«

Angesichts der Fülle an (mittel-) mäßigen Fantasy-Büchern ist es umso erstaunlicher, dass den einschlägigen Verlagen eine Perle wie GorillaDelphia® – Rage against the Nähmaschine entgehen konnte.
Mit Scharfsinn, flinker Zunge und gleichermaßen wahn- wie aberwitzigen Ideen katapultiert der Autor den Leser in eine bizarre Geschichte, die irgendwo zwischen Douglas Adams-Verve und dem verschrobenen Charme alter Adventures Marke Simon the Sorcerer oder Monkey Island liegt und derart schmissig geschrieben ist, dass man nur den Hut ziehen kann.
Chapeau!
Okay, das eine oder andere Zahnrad oder diverse dampfbetriebene Gerätschaften machen GorillaDelphia® noch nicht zu dem propagierten „Steampunk-Slapstick“; die Geschichte des Ermittlers Ray Moron strotzt aber auch so derart verschwenderisch vor witzigen, originellen und haarsträubenden Einfällen (Stichwort: „Nähmaschinen“), dass man mit Verschliss der letzten Seite förmlich nach dem Nachfolgeband giert. Gut, dass der bereits in Planung ist. Und wer sich jetzt noch über den Titel wundert, der muss das Buch über www.gorilladelphia.com schon selbst beziehen. Björn Springorum

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des ORKUS.

 

Rezension im Magazin »Neues aus Anderwelt«

GorillaDelphia: Rezension in »Neues aus Anderwelt«

In der April-2012-Ausgabe (Nr. 37) des Magazins »Neues aus Anderwelt« wird »GorillaDelphia– Rage against the Nähmaschine« sehr positiv rezensiert! Auch wenn die Geschichte mit der Verlagsgründung anders gelaufen ist, als vom Rezensenten vermutet – völlig WURSCHT! Dieser Mann hat das Buch verstanden :-)

»Aber eigentlich geht es doch um etwas ganz anderes: Es sind die Sprachverliebtheit des Autors, sein Wortwitz, der Sinn fürs Bizarre und viel schwarzer Humor, die das Buch eigentlich zu dem machen, was es ist: vergnügliche Lektüre

»Gut, man muss höllisch aufpassen, keine Anspielung zu überlesen und der schnoddrige Ton ist gewöhnungsbedürftig. Aber lässt man sich darauf ein, wird man das Buch schnell lieben, vor allem die staubtrockenen Kommentare.«

Den kompletten Rezensionstext gibts bei Klick auf das Bild.

GorillaDelphia I – Rezension auf FANTASYGUIDE.DE

GorillaDelphia I - Rezension auf Fantasyguide.de

FANTASYGUIDE.DE
Rezensionstext von Ralf Steinberg

Im Bereich lustiger Fantasy ist Deutschland schon lange keine Wüste mehr. Die mediale Aufmerksamkeit mag sich zwar auf Walter Moers und im Fokus der Leser könnte die Scheibenwelt deutsche Phantastik weitgehend überdecken, aber dennoch ist sie da. Bunt und lebendig, man denke nur an Meuchelsänger - Das Auge des Chaos von Achim Hildebrand oder Kopfloser, Herzlose von Michael Erle.
 
Eher unverhofft stieß ich dank Horst Illmer in der phantastisch! #48 auf Rage against the Nähmaschine von Timo Mrazek. Das im extra hierfür gegründeten Kleinverlag herausgebrachte Buch erschien bereits 2002 in einer ersten Fassung und bildet den Auftakt einer inzwischen auf fünf Bände geplanten Reihe mit dem epischen Namen GorillaDelphia®.

Dieser Kleinverlag gehört zwar dem Autor und wurde nur deswegen gegründet, es handelt sich bei den Büchern, insbesondere den Hardcover-Ausgaben jedoch um sehr hochwertige Bücher mit partiellem Drucklack und Prägungen, die sich von den in Times New Roman gesetzten, Microsoft-Word-designten Digitaldruck-Taschenbuch-Exemplaren eines herkömmlichen Selbstverlages doch stark unterscheiden, so Timo selbst über seine verlegerische Intention: »Das mag jetzt ein wenig angeberisch rüberkommen, ist aber keinesfalls so gemeint. Aber auf die Qualität der Bücher an sich habe ich sehr viel Wert gelegt, was sich zwar auf einen überaus enormen Herstellungspreis niedergeschlagen hat, aber dennoch optisch und haptisch zu überzeugen weiß, wie ich finde. Der Leser soll ja auch was Anständiges bekommen für sein Geld.«
 
Und das bekommt er auch.
Die Welt von GorillaDelphia® ist schräg und haarscharf an unserer Realität vorbei getrudelt. Diverse Verfremdungen stürmen beständig auf den Leser ein. So zapft man sich Streichwurst anstelle eines Bieres und Styropor ist eher ein gefährliches Tier als willfähriges Verpackungsmaterial. Im Zusammenspiel mit unzähligen Sprachspielereien und Kalauern entwickelt sich ein irrwitziger Weltenbau, der das Lesen teilweise sehr anstrengend gestaltet.
 
Im Gegenzug bekommt man dafür aber auch eine abgefahrene Geschichte voller skurriler Einfälle. Die Humorbandbreite dürfte für jeden etwas bieten, wenn man bereit ist, jedem Scherz sein Plätzchen zu lassen. Für Sprachpuristen gibt es sogar eine Reihe kreativer Wortbildungen, die man entweder genießt oder verdammt. Aber wenn die Hauptfigur Moron heißt, muss man mit allem rechnen.
 
Die Handlung gestaltet sich eher konservativ. Ein fehlerbehafteter Agentenlehrling schlittert beim Lösen eines Standardfalles in seltsame Geschehnisse, die auf einen gigantischen Showdown hinauslaufen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind fest miteinander verknüpft, wenn auch die Zusammenhänge erst nach und nach offenbart werden. Größere Überraschungen dürften dem erfahrenen Leser erspart bleiben, zumal der allwissende Erzähler mit dezenten Hinweisen nur so um sich wirft. Er tritt in Fußnoten sogar selbst in Erscheinung und rettet mit einem geschickt platzierten Skizzchen auch das Finale.
Klar, so etwas bieten andere Genre-Werke ebenfalls, aber Timo Mrazek serviert diese Gimicks mit Freude am Herumalbern und mit Geschick. Dazu gehören im Übrigen auch Datenblätter zu absonderlichen Geschöpfen und ein Zeitungsausschnitt, selbst eine Doppelseite mit Geräusch ist vorhanden.
 
Die mir vorliegende Taschenbuch-Ausgabe ist leider nicht perfekt. So ist der innere Rand so schmal, dass man dem Buch den Rücken brechen müsste, um es leichter lesen zu können. Auch fehlen hin und wieder Wörter, die in einer Nachauflage unbedingt wieder hineingeschlonzt werden sollten.
 
Jedoch trübt das den Spaß nur unwesentlich, man sollte also lieber zur gebundenen Ausgabe greifen, die zudem mit zusätzlichen Gimicks aufwartet.
 
Fazit
»Rage against the Nähmaschine« ist eine spaßige Lektüre für alle die schrägen Humor und Sprachwitz mögen und bereit sind, in eine Fantasywelt einzusteigen, die mit Mittelalter oder anderen langweiligen Settings nichts am Hut hat. So abgedreht kann deutsche Phantastik sein!


Ralf Steinberg, fantasyguide.de

Rezension auf Buchblog

GorillaDelphia: Rezension auf Blog »Horrorbiene & Steppenwolf«

Auf den Seiten des sehr informativen Buchblogs »Horrorbiene & Steppenwolf« wird »GorillaDelphia– Rage against the Nähmaschine« mit vollen zehn von zehn Punkten höchst positiv rezensiert:

»Brutal genialer Haufen geballten Schwachsinns«

«Meine Meinung: Voll ins Schwarze. Selten habe ich ein derart schwachsinniges Buch gelesen. Ich vermag es eigentlich nur, wenn überhaupt, mit Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu vergleichen und doch ist es etwas ganz Eigenes. Es ist Fantasy vermengt mit ein wenig Science-Fiction und Agententhriller, einer Prise Ego-Shooter, zwei extra überdimensionierten Löffeln Humor und verfeinert und abgeschmeckt mit dem Geheimrezept, welches natürlich geheim ist.«

»Ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie man es schafft soviel Nonsens zwischen zwei Buchdeckel zu pressen und dabei noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Aber zum Glück ist das gelungen, denn sonst wäre ich nie in den Genuss gekommen GorillaDelphia®. Rage against the Nähmaschine zu lesen. Auch frage ich mich, warum dieses Buch, das erstmalig bereits im Jahre 2002 an den Leser gebracht wurde, nicht bei einem großen Verlag gelandet ist. Nun, der Eigenverlag leistet ganze Arbeit und bietet Narrenfreiheit, die das gesamte GorillaDelphia®-Projekt schon zu etwas ganz Besonderem machen. Was dem Leser hier geboten wird ist ein unglaubliches Sammelsurium aus dem Kuriositätenkabinett mit ganz neuen Wortschöpfungen und verblüffenden Erkenntnissen. Immer wenn man meint: Noch abgedrehter kann es jetzt eigentlich nicht mehr werden, wird man wieder und wieder vom Gegenteil überzeugt.«

»Besonders auffällig ist der sehr eigene Schreibstil, wobei sich die eigene Rechtschreibung des Autors besser lesen lässt als das amtliche Duden-Deutsch. Das Buch läuft zudem wie ein Film ab, Soundeffekte inklusive. Und die braucht man auch, denn man weiß ja nie was Headfield Waller als nächstes aus seinem Inventar zaubert.
Natürlich werden bei allen Figuren auch etliche gängige Klischees bedient, aber dies auch wiederum so derart treffend überzeichnet, dass sämtliche Charaktere einfach nur Spaß machen.«

»Fazit: Wer auf wahrlich bizarren abgedrehten Kram steht, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Es folgt keinen Gesetzen und lässt sich auch nicht in eine bestimmte Schublade packen. GorillaDelphia® ist eine kongeniale Mischung aus unterschiedlichen Genres, verwoben zu einem Cocktail mit einem extra großen Schuss hochprozentigen Humors. Don’t read and drive. Darüber sollte man mal nachdenken.«

–Steppenwolf–

 

GorillaDelphia I – Rezension auf PHANTANEWS.DE

GorillaDelphia I - Rezension auf Phantanews.de

PHANTANEWS.DE
Rezensionstext von Bernd Meyer

Kurz vor­weg: Wer ernst­hafte Li­te­ra­tur mag, ist hier falsch. Den Gang run­ter, die dritte Tür links und den Auf­zug bis in den drit­ten Stock.
Noch je­mand hier? Prima. Ich habe gar nichts ge­gen ernst­hafte Li­te­ra­tur, nur GO­RIL­LA­DEL­PHIA passt nicht dazu. Nicht mal an­satz­weise. Da­für ist es ein Buch, das Spaß macht, wenn man hu­mor­volle Li­te­ra­tur und Don Mar­tin mag. Vor al­lem Letz­te­res, denn es ist ein recht laut­ma­le­ri­sches Buch. Im­mer noch da­bei? Aus­ge­zeich­net.


GO­RIL­LA­DEL­PHIA ein­zu­ord­nen ist nicht ganz ein­fach. Nicht wirk­lich Fan­tasy, nicht wirk­lich ein Krimi oder Agen­ten­thril­ler, es ist eher eine gute Mi­schung in ei­nem Set­ting, das zwi­schen al­lem steht. Schwer­ter, Schuß­waf­fen, Kampf-Teebeutel, Mons­ter und Zom­bies, Näh­ma­schi­nen­fa­bri­ken, Te­le­fon … es hat ein­fach al­les. Schöne Frauen, fins­tere Schur­ken, strah­lende Hel­den … OK, be­las­sen wir es bei Schur­ken und Hel­den. Ist ja auch schon ganz schön. Dazu ein paar nette An­spie­lun­gen, schmach­tende Jüng­linge, Ver­rat, Ver­schwö­rung und Won­z­krab­ben. Die Sty­ro­por­flos­sen nicht zu ver­ges­sen, die sind wichtig.
Aber na­tür­lich sollte ich viel­leicht nicht zu viel verraten.

Wen­den wir uns bei un­se­rem Streif­zug zu­erst dem Rü­cken­text zu:
Auf ei­ner un­wirt­li­chen In­sel nahe den Un­tie­fen von Zera­an­Kooch wird die ent­setz­lich zu­ge­rich­tete Lei­che ei­nes Gas­uh­renab­le­sers ge­fun­den. Ma­loo Ru­lez, Ober­haupt des ge­hei­men Pappinger-Ordens, setzt ih­ren bes­ten Pap­pin­ger auf den Fall an.
Die­ser wird je­doch auf dem Weg zur Ar­beit vom Bus über­fah­ren, und so über­nimmt der un­er­fah­rene Pappinger-Lehrling Ray Mo­ron den Job. Schon bald ent­wi­ckelt sich der Fall zu ei­ner atem­be­rau­bend ge­fähr­li­chen Mis­sion, die ei­nige Num­mern zu groß ist für Ray. Er kommt ei­ner Ver­schwö­rung auf die Schli­che, die die völ­lige und ab­so­lute Ver­nich­tung der mensch­li­chen Rasse zum Ziel hat.
Zwei Pro­bleme stel­len sich Ray in den Weg: 1) De­fi­nitv nie­mand wird ihm glau­ben. 2) Er hat nur noch we­nige Stun­den Zeit. Ray wird be­wusst, dass das Über­le­ben der Mensch­heit und das Schick­sal von Go­ril­la­Del­phia in sei­nen Hän­den liegt. Was ihn schließ­lich zu Pro­blem Num­mer 3 führt: Da hat er über­haupt keine Lust drauf.

Klingt selt­sam, aber keine Bange, es wird noch viel selt­sa­mer. GO­RIL­LA­DEL­PHIA nimmt ei­nen mit auf eine Ach­ter­bahn­fahrt durch eine Welt, die ganz an­ders ist als un­sere. Da exis­tiert Tech­nik ne­ben Be­schwö­run­gen, Mons­ter ne­ben Fisch­händ­lern und Gas­uh­renab­le­sern. Und mit­ten zwi­schen all dem sind die Pap­pin­ger, eine Or­ga­ni­sa­tion, de­ren Mit­glie­der »das Böse« be­kämp­fen. Auf der an­de­ren Seite sind furcht­bare Mons­ter, Ver­bre­cher (was das Glei­che sein kann) und Verschwörungen.

Ray Mo­ron also soll sich um den to­ten Gas­uh­renab­le­ser küm­mern, was ihn zu ei­ni­gen dunk­len, ge­fähr­li­chen Or­ten führt, die Schlag­kraft von Tee­beu­teln de­mons­triert und dar­legt, dass man kei­nen Fisch­händ­lern trauen sollte. Un­ter­legt mit Don Mar­ti­nes­ken Ge­räusch­ex­plo­sio­nen und ei­nem ge­rüt­telt Maß an durch­aus selt­sam zu nen­nen­den Hu­mor. Der Pappinger-Lehrling bringt also erst eine See­reise hin­ter sich, trifft dann auf sei­nen Kon­takt­mann, ei­nen schwu­len Fri­seur, mit dem er dann Orte wie den Schlechte-Laune-Wald auf­sucht, ei­nen Rum­mel­platz, wo ein Schun­klmons­ter (»Mooiiikh«) be­siegt wird und zum Schluß eine Näh­ma­schi­nen­fa­brik. Da­zwi­schen gibt es schwach­sin­nige An­rufe, den Kro­ket­ten­schlam­per, eine schöne Frau und ei­nen Brummifahrer.

An­zu­sie­deln ist GO­RIL­LA­DEL­PHIA ir­gendwo zwi­schen Ro­ma­nen wie PER AN­HAL­TER DURCH DIE GA­LA­XIS und schmerz­lich ver­miss­ten Ad­ven­ture­spie­len wie MON­KEY IS­LAND oder MA­NIAC MAN­SION, ge­würzt mit ei­ner Prise MAD-MAGAZIN. Man ist ver­sucht, es »Schwach­sinn« zu nen­nen, aber der Be­griff ist lei­der ne­ga­tiv be­legt. Der ein­zige ne­ga­tive Punkt an dem Buch ist aber in mei­nen Au­gen, dass es viel zu schnell zu Ende ist. Also »gu­ter Schwach­sinn«. Ei­nes der Bü­cher, die ei­nen Ge­fahr lau­fen las­sen, zum Gast in der Ge­schlos­se­nen zu wer­den, weil man ki­chernd da­sitzt. Oder laut la­chend. Ganz plötz­lich, ohne Vor­war­nung. Schon die beige­fügte Karte ist ein High­light, mit Na­men wie »Dom­mer­land (ab­ge­brannt)«, »CooCoo-Cachoo«, »Ore­ga­noo­Sor­bee«, »Bee­Zeen« oder »Syndel-Fingen«. Und das wa­ren noch lange nicht alle. Ich denke, man merkte es durch­aus, ich war hin und weg. To­tal be­geis­tert, hab es in ei­nem Zug durch­ge­le­sen. Wer zu et­was schrä­ge­rem Hu­mor ten­diert, kann hier ru­hig zu­grei­fen, es lohnt sich.

Rezension im Magazin »NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik«

GorillaDelphia: Rezension in »NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik«

Timo Mrazek
»GorillaDelphia - Rage against the Nähmaschine« (der-tm.de)

GorillaDelphia ist der Name von Timo Mrazeks phantastischer Welt und zugleich der Titel seines Romans. Auf im Buch verstreut abgedruckten Landkarten, Zeitungsausschnitten, Karteikärtchen und in geschwätzigen Fußnoten erfahren wir Wissenswertes über diese skurril-parodistische Schöpfung und ihre Bewohner wie den unglaublich gelehrten Professor Gerbatz, die Durchsichtigen Menschen und den Asselkäfer Rakkadost.

Hauptfigur Ray Moron ist Mitglied im geheimdienstartig organisierten Orden der Pappinger, der sich um das Wohlergehen der Menschheit kümmert. Wir fühlen mit Ray, denn er ist zwar begabt und sympathisch, aber auch faul - immer wieder verschiebt er seine anstehenden Übungen in den mystischen Disziplinen der Pappinger aus kurzsichtiger Bequemlichkeit (jeder, der heute eigentlich noch Sport treiben wollte, wird das nachempfinden können).

Mrazek kommentiert das Geschehen als ziemlich vorlauter allwissender Erzähler. Manche Leser werden erst darin den wahren Reiz und Witz der Geschichte sehen. Seine Namen (wie Schorsch Luhny für den wichtigsten Handlanger des Oberbösewichts) sind teils parodierend, teils zotig und teils grob. Andere Leser werden darin den wahren Reiz und Witz der Geschichte sehen. Timo Mrazeks GorillaDelphia ist witzig, rasant und actionreich, aber auch platt und banal - das ist eben das Risiko, wenn man humorvolle Fantasy schreibt. Über Humor lässt sich trefflich streiten, der Fall, den Ray Moron zusammen mit seinem Helfer vor Ort, dem Frisör Tataro Bärenbeiss, lösen muss, ist hingegen erfreulich klassisch: Eine Reihe scheinbar unzusammenhängender Morde und Todesfälle führen den Helden durch harte Ermittlungsarbeit, gutes Gespür und Glück auf die Spur einer bösartigen Verschwörung. Wichtige Hinweise sind übrigens Kernseife und Nähmaschinenöl.

Die Schurken sind größenwahnsinnig, skrupellos und gerissen (wie ihr Anführer) oder bescheiden, skrupellos und nur mäßig kompetent (wie sein Helfer); die Frau, in die sich unser Held Ray Moron verguckt, ist attraktiv und geheimnisvoll, aber nicht ehrlich. Das Ziel der Verschwörung ist gigantisch, und mehr als nur eine geheimnisvolle Gruppierung hat ihre Finger mit im Spiel. Und natürlich wächst der Held im letzten Drittel des Romans über sich selbst hinaus. Aber irgendwie muss man Romane mögen, in denen die Hauptfigur so geschliffene Dialoge erleidet wie:
»Nun sag mal, meine Kleine: Ist das hier der Weg zum Schlechte-Laune-Wald?«
»Des geht Dich en Scheißdreck an!! Omaaa, der Mann da will mich vergewaltigen!«
»Hau ab, du Drecksau!«, fauchte die Alte. »Kinderficker!«

NAUTILUS Nr. 96, März 2012, Text: Henry Schrieb
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Abdruck und Download mit freundlicher Genehmigung der Abenteuer-Medien Redaktion (J. Pirner).

 

Rezension auf keinVerlag.de

GorillaDelphia - Rage against the Nähmaschine
Rezension zum Thema Buch/ Lesen von Schroebibri in »keinVerlag«

»Sehr erfindungsreich hat der Autor hier ein spannendes, humorvolles Phantasy-Abenteuer (oder ist es ein Krimi?) geschaffen, welches uns in eine völlig neue Welt entführt.
Es ist nicht nur der aberwitzige Inhalt, der durch seine fantasievollen Kreaturen und Wortkreationen besticht, sondern auch die gesamte Aufmachung des Buches.

Alleine für das Vorwort lohnt es sich schon, dieses Buch zu kaufen. Es regt an, nicht nur zu lesen, sondern mitzumachen und ich kann nur jedem empfehlen, sich darauf einzulassen und auch den Abspann nicht zu verpassen.
Freuen Sie sich auf eine Begegnung mit Rod dem Steward und Bowfrosst (Schiffskoch) auf der „Wuselnden Erpeldung“, gesteuert vom Kapitän Lord Dandelion Burdock. Auf diesem Schiff reist die Hauptfigur seinen Abenteuern entgegen, wo er mannhaft gegen Vokuhila-Zombies und Schunklmonster kämpfen muß, um irgendwann gegen den schlimmsten Bösewicht anzutreten: Den Krokettenschlamper. Ich will nicht zuviel verraten aber seit diesem Buch sehe ich Kernseifen mit ganz anderen Augen!

Wer einen Sinn für gepflegten Unsinn hat, wird bei diesem Buch aus dem Lachen nicht mehr herauskommen! Witzig, wie er Comic-Sequenzen einbaut, seiner eigenen Rechtschreibung folgt und auch mal den einen oder anderen Promi auf’s Korn nimmt. Ich zumindest habe selten so gelacht!
Wer mal wieder Tränen lachen will, sollte dieses Buch nicht verpassen!«
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Diese Rezension ist hier einsehbar: keinVerlag.de

Buch des Monats in »Vaihinger Kreiszeitung«

GorillaDelphia: Buch des Monats in der Vaihinger Kreiszeitung

Neuheiten für Leseratten
GorillaDelphia - Rage against the Nähmaschine

»Dem jungen Autor Timo Mrazek ist mit seinem Debütroman »GorillaDelphia« ein sehr spannendes und vor allem humorvolles Meisterstück der Fantasy geglückt. Neben der großartig abgedrehten Story und illustren Charakteren finden sich auch noch einige »Zuckerle« in dem voluminösen Werk, unter anderem zwei detaillierte Landkarten, ein umfassendes Lexikon und aufwendig gestaltete Zeitungsartikel, die sich nahtlos in die Handlung einfügen.«

Rezension in »NWZ, Neue Württembergische Zeitung«

GorillaDelphia Buchkritik in der NWZ, Neue Württembergische Zeitung

Buchkritik GorillaDelphia
»Rage against the Schreibmaschine«

Ein Schlusswort? Nein, das sei zu viel. Schließlich ist GorillaDelphia »nur ein Mrazek-Buch«. Kein Klassiker, nichts, das im Deutsch-Abitur von Belang wäre. :-)
Im Deutsch Abitur vielleicht (noch?) nicht. Dafür gibt es sehr vieles, was andere Bücher nicht haben. Interaktive Literatur in einer bisher nicht dagewesenen Form. Undd a ist etwa die eine Seite, in der man sein Lesezeichen ablegen kann, wenn man es mal eben nicht braucht. [...]  Schwarzen Humor, das gibt es mehr als 300 Seiten lang - so schwarz wie das Cover.

Rezension in »Schwäbische Post«

GorillaDelphia Buchkritik in der Schwäbischen Post

Buchkritik
GorillaDelphia - Rage against the Nähmaschine

»Abenteuer, Fantasy, Humor und Krimi – das beinhaltet »GorillaDelphia«. Ein besonderes Buch. Zwerchfellreizung garantiert!« (...)