Zeugs » Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia

Kleines Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia

Aus den Archiven des PapperWock

Der Inhalt dieses »Lexikons« ist für Leser, die während des Lesens nicht aufgepasst haben.
Und für Erzähler, die vergessen haben, es zu erzählen.

Und da wir uns alle hier in einem öffentlich zugänglichen Medium befinden (und nicht im Inneren eines Buches, wie es für dieses Lexikon ursprünglich exklusiv vorgesehen war) (das wäre auch ziemlich eng da drin für uns alle, im Innern dieses Buches) ist es nun auch für die Leser, die erst noch solchige werden möchten.

Das Lexikon stammt aus den Archiven des PapperWock. Die besonders gefährlichen Kreaturen sind daher mit dem Warnhinweis »Obacht!« versehen. Da einige Seiten des Lexikons verlorengegangen sind und erst nach und nach wieder auftauchen, wird das Lexikon sukzessive erweitert. Auf manchen Seiten haben die Pappinger Notizen, Hinweise und auch Querverweise auf diverse Okkulte Werke hinterlassen, wie z.B. das »Necronomicon«, »Tobins Gespensterführer« oder »Unaussprechliche Kulte«.

Und nein, es ist nicht alphabetisch geordnet. Das wäre ja zu einfach. Sonderwünsche schicken Sie bitte an Adobert.

Durchsichtige Menschen

Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia®: Durchsichtige Menschen. »Im Nebel ... man sieht sie im Nebel.« [Ray Moron, GorillaDelphia Band I]

Obacht!
Durchsichtige Menschen
haben eine konstante Körpertemperatur von -23 °C und sind komplett durchsichtig, für das menschliche Auge also nicht sicht-, bzw. wahrnehmbar. Wenn sie sich aber in der Nähe von Objekten aufhalten, deren Oberfläche aus einer Schoglahdstahl-Legierung besteht, werden Teile ihres Körpers sichtbar, da dieses Material sie zwingt, die Wellenlänge ihres Lebenslichtes zu verändern.

»Im Nebel ... man sieht sie im Nebel.«
[A. Hubatsch, GorillaDelphia Band I]

Viele Durchsichtige Menschen sind im Spionagewesen tätig und haben Lehrkurse besucht, nach deren Abschluss sie durch Wände gehen können. Bösartig gesinnte Durchsichtige setzen ihre extrem tiefe Körpertemperatur oft als praktische Mordwaffe ein: Die bloße Berührung eines menschlichen Kopfes mit ihren Fingern für die Dauer von mehr als 60 Sekunden bewirkt einen qualvollen Tod durch Gefrierbrand. Fiese Scheiße.

Dunkelbohrerdämonen

Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia®: Dunkelbohrerdämon

Dunkelbohrerdämonen sehen genauso aus, wie sie klingen. Es gibt aber auch einige bleiche Exemplare. Natürlich handelt es sich, wie sollte es auch anders sein, bei diesen Kreaturen um Vertreter der weniger netten Begegnung mit der anderen Art. Sie sind unglaublich listig, extrem hartnäckig und dafür aber außerordentlich nachtragend. Sie bohren sich durch Erdgrund und Felsgestein überall hin und zerren ihre Beute (Gold, Bier, Menschen) in die Tiefe hinab. Auf Nimmerwiedersehen. Und sie führen eigentlich grundsätzlich nichts Gutes im Schilde. Steht auch drauf, auf ihren Schilden, »Nichts Gutes!«.
An sich eine faire Geste, dies so plakativ nach außen hin zu kommunizieren. Ja, durchaus.

Sturmgeist

Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia®: Sturmgeist

Obacht!
Sturmgeister treten zumeist im Rudel auf. Ein Sturmgeisterangriff ist eine üble Sache. Jedenfalls für den, der angegriffen wird. Nicht nur, dass sie vom menschlichen Auge meist nur als unscharfe, milchige Schemen wahrgenom-
men werden; nicht nur, dass sie ständig auf dem (eigens für diesen Zweck von ihnen entfesselten) Sturm um einen herumreiten und dabei wild und schauerlich heulen – nein, dummerweise ist es ein durchweg schwieriges Unterfangen, sich ihnen überhaupt zur Wehr zu setzen. Da sie rein spirituelle Astral-Leiber haben, gibt es nur wenige Waffen, die ihnen etwas anhaben können. Aber mit einer Waffe aus Bunselungenstahl ist den Burschen durchaus beizukommen – falls man im Angesicht eines Rudels Sturmgeister überhaupt noch in der Lage ist, seine Waffe einzusetzen, bzw. überhaupt daran zu denken.
Weil ruckzuck ist die Hose voll.
Eines der Lieblingswörter von Sturmgeistern, vermutlich daraus resultierend, dass es sich dabei wohl zugleich um ihre Lieblingsbeschäftigung handelt, ist »Vexare«, das lateinische Wort für »heimsuchen, quälen«. 83 % aller Sturmgeister heulen es beim Angriff. Wahrscheinlich, weil sie mit ihren Fremdsprachenkenntnissen angeben wollen.

Wunen haben die dunkle Kunst entdeckt, einen Sturmgeist zu einem Teil ihrer Seele auszubilden. Und diejenigen Sturmgeister, welche die Ausbildung überlebt haben (Wunen können ja oft recht launisch sein), sind zu einem zunehmenden Problem der heutigen Gesellschaft geworden, da sie durch einen Wunenfluch für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind.
[Keinesfalls zu verwechseln mit  »Durchsichtige Menschen]

Der Krokettenschlamper

Lexikon der Kreaturen von GorillaDelphia®: Der Krokettenschlamper

Obacht!
»Der Krokettenschlamper? Hm. Alles was ich noch weiß, ist, dass er ständig irgendwelche ekligen Sachen raucht, seltsame Kokons ausschlürft und lebendige Kroketten zerbeißt. Er ist ein Krokyll aus dem ohnehin nicht unbedingt freundlich gesinnten Land der Reptilien, Krokyllia. Er soll stets äußerst rücksichtslos und gerissen vorgehen. Angeblich nutzt er die neue Technik des „Telephonierens“, um damit Schwachsinnige Anrufe zu machen und seine Opfer auf diese Weise in den Wahnsinn zu treiben. Und niemand kennt seinen wahren Namen. Er wurde des öfteren in einem schäbigen blauen Regenmantel gesehen. Mit einem karierten Schal um den Hals. Alles was ich habe, ist dieser alte Schnappschuss. Man erkennt nicht viel ... nur ein Auge, schuppige Haut und zerbissene Kroketten.«
[Ray Moron, GorillaDelphia I]

HorrWad

Obacht!
Der HorrWad ist ein klauenbewehrter, mehrgliedriger Arachnoid aus der Familie der Rückenmark-Schlürfer. In immerhin zwanzig von hundert Fällen, in denen es jemandem »eiskalt den Rücken herunterläuft« ist es ein junger HorrWad, der tatsächlich in diesem Moment besagten Rücken hinunterläuft, sein eisiges Betäubungs-Sekret absondert, und dabei ist, Rückenmark aus der Wirbelsäule zu schlürfen. Die Rasse der HorrWads arbeitet aber tüchtig daran, diese Quote zu verbessern und es auf mindestens fünfzig von hundert Fällen zu bringen.
Ausgewachsene HorrWads sind zu groß, um auf anderer Leute Rücken hinunterzulaufen. Im Regelfall nageln sie das Opfer mit ihren Greifzangenarmen fest, bohren ihren korkenzieherähnlichen Saugrüssel in die Wirbelsäule und saugen alles ab, was es da zu finden gibt.

Der Niierulanische Hochhauslutscher

Der Niierulanische Hochhauslutscher wurde in den Totenzehrerkriegen von Lord Dandelion Burdock vernichtet.
Aber untote Körperteile von ihm treiben sich noch überall auf den Weltmeeren herum. So verkleidet sich seine Unterlippe bisweilen als Schlauchboot, um arglose Seeleute in den sicheren Tod zu reißen. Hehehe.

Sethlur

Obacht!
Sethlure(n) sind echsenartige Kampfbestien aus dem Lande Sethlurian (östlich von Krokyllia), die ihr täglich Blut meist als Gladiatoren, Söldner, Kopfgeldjäger oder Auftragskiller verdienen. Sie können bis zu 3 m groß werden und darüberhinaus auch (bei entsprechendem Lebensstil und einer gesunden Ernährungsweise) ein recht hohes Alter (ca. 200 Jahre) erreichen.
Neben ihrem schuppigen Drachenschwanz ist ihre meterlange klebrige Reptilienzunge das, was man bei einer Begegnung mit ihnen am meisten beachten, bzw. man definitiv ausweichen sollte. Ihre entfernte Verwandschaft mit den Krokyllen sorgt für eine nicht allzugroße Rücksicht, was den Umgang mit anderen Kreaturen betrifft.

SazePinnischer Gürtelkrake

Obacht!
[» Entfernt verwandt mit dem Sazepinnischen HosenträgerShoghotten]
[» Hinweis: Der Krake, Maskulinum]

Der SazePinnische Gürtelkrake ist ein dreiäugiger Mega-Kalmar aus der Chroumer See, mit einer sichelförmigen Riemenschnalle auf der meist algenbewachsenen Stirn. Der Kopf eines Sazepinnischen Gürtekraken hat bis zu 10 m Durchmesser, angeblich wurden aber auch schon Exemplare mit bis zu 17 m gesichtet.
Ein besonderes Kennzeichen des SazePinnischen Gürtelkraken sind seine fiesen saugnapfbewehrten Tentakel (deren Anzahl variiert, da diese Dinger oft unkoordiniert nachwachsen und wuchern), an deren Ende sich ein noch viel größerer, atmungsaktiver Saugnapf befindet. Mit diesem packt er Menschen, Tiere und Gegenstände, um sie durch das schlauchartige Innere des Tentakels dem Verdauungstrakt zuzuführen. Die Länge dieser Fangarme variiert je nach Alter des Kraken zwischen 10 und 85 m.

Nachgreber

Obacht! Obacht!
Nachgreber sind die Heerführer der Dunkelbohrerdämonen. Oft haben sie dazu auch noch Sturmgeister in ihrem Regiment. Es existieren zum Glück nur noch wenige Nachgreber. Angeblich sind es nur noch sechs der ursprünglich neunundvierzig, die damals das Heer des »Totenzehrers« befehligten. Und diese wenigen verbliebenen Nachgreber befinden sich zudem auch noch im ständigen Zank untereinander. Der mächtigste, weil rücksichtsloseste, unter den verbleibenden Nachgrebern ist der Ruchlose Gadochar. Aber der wurde glücklicherweise vor  zwanzig Jahren erfolgreich gebannt. Für immer.
Hoffentlich.

Der BähMull

Der BähMull ist einer der mächtigsten »» Sturmgeister südlich von AgiroGloo.
Was soviel bedeutet, wie: Nachdem wir soeben gelernt haben, dass Sturmgeister im Allgemeinen nicht besonders angenehme Zeitgenossen sind, stellen Sie sich einfach die Probleme vor, die Sie mit einem durchschnittlichen Sturmgeist hätten, unbewaffnet, allein, nackt, mit einem Arm in Gips und dem rechten Bein in einer Bärenfalle – und multiplizieren das Ganze mit 42. Und dann zählen Sie noch 7 dazu, wegen dem Gips. Oder, vereinfacht: Sollten Sie einen Sturmgeist in der Nachbarschaft haben, packen Sie schleunigst Ihre Sachen und ziehen Sie einen Ort weiter. Sollten Sie wissen, dass ein BähMull in der Nähe wohnt, wechseln Sie besser das Land.
Oder den Kontinent.
Obacht!!!!!!!!!!!!!!!!

Der Høpnerakk

Obacht! Der Høpnerakk ist ein ganz fieser Denger aus der Familie der Paranoiden Parasiten.
Um einen Wirt zu finden, verbreitet der Høpnerakk ein intensives, sehr effektives Schmeichel-Pheromon. Mit diesem Lockstoff gelingt es ihm im Laufe seines schmierigen Lebens immer wieder, seinen Wirt von der Richtigkeit und Wichtigkeit einer profitablen »Symbiose« (wie es der Høpnerakk biologisch völlig falsch bezeichnet) zu überzeugen.
Durch seine parasitäre Lebensweise beansprucht er für einen kurzen Abschnitt seines viel zu langen Lebenszyklus' einen Wirt, um diesem wichtige Stoffe (Geschmack, Nerven, Geld) komplett auszusaugen. Wenn sich der Høpnerakk bedroht fühlt, sondert er ein stinkendes Sekret ab, dessen Geruch an Schweiß, Nikotin und schimmelige Kaffeebohnen erinnert.
Da er sich aufgrund seiner Paranoia mindestens 18 Stunden pro Tag bedroht fühlt, ist er meist von einer äußerst degoutanten Pest-Wolke umgeben und kann dadurch schnell erkannt, enttarnt und entfernt werden. Es gibt aber immer noch (und immer wieder) genug bedauernswerte Opfer, die auf sein diabolisches Schmeichel-Pheromon hereinfallen, ihm als Wirt dienen und trotz aller Warnungen sehenden Auges leergezutzelt werden.
Selbst schuld! Denn der geübte Beobachter kann einen Høpnerakk (abgesehen von dem auffälligen Geruch) recht schnell auch an dessen geschmacklosem Äußeren und seinem (a)sozialen Umfeld erkennen.

Stahlklammerkrebs

Eine mit der Wonzkrabbe verwandte Spezies, die vorzugsweise am Strand von AgiroGloo anzutreffen ist. Feindseliges Krustentier, robust und skrupellos. Manch ein Schurke fängt sich bisweilen einige dieser Stahlkrustentiere, um sie zu dressieren und für seine bösartigen Zwecke zu missbrauchen.

Rakkadost

Der Rakkadost ist ein gepanzerter, faustgroßer Asselkäfer. Ursprünglich im Ewig Gefrorenen Eis von RakkaMaar zuhause, wurde der kleine Gliederfüßler von unaufmerksamen und nachlässigen Seefahrern in alle Herren Länder eingeschleppt, wo er sich seither fröhlich vermehrt und verbreitet. Rakkadoste sind völlig harmlose Tierchen, die niemandem etwas zuleide tun.

Verlogene Socken

»» Siehe auch:
Unehrliche Strümpfe, scheinheilige Fußbedeckungen, hinterhältige Strapse.

PituCatacha

Gemütliches, etwas dümmliches Reittier, das sich bevorzugt von Zuckerrohrschnaps ernährt. Vielleicht daher der stetig steigende Grad der Verblödung und der zunehmende Realitätsverlust. Eine Ernährungsumstellung wäre hier dringend notwendig, liebe Evolution.
Der PituCatacha ist (sehr) entfernt verwandt mit dem:

BrommHommler

Was das Äußere betrifft: Eine massive Promenadenmischung aus Hummel, Nashorn und Tiger. BrommHommler an sich sind äußerst klug, mutig und treu. Eine silbergraue Zottelmähne ziert Kopf, Hals oder auch (je nach Alter) Nacken. Ihr haarloser grauschwarzer Rückenpanzer ist äußerst robust und bereits von Natur aus quasi in Tarnfarben gestreift, was sie im militärischen Bereich zu begehrten Reittieren macht.
Es ist jedoch ein schwieriges, recht gefährliches und vor allem zeitintensives Unterfangen, einen BrommHommler zu zähmen. Denn eigentlich möchte ein BrommHommler im Grunde nur seine Ruhe haben. Diese sollte ihm unbedingt in regelmäßigen Abständen gewährt werden, denn ein übermüdeter, gereizter BrommHommler neigt zu Gewaltausbrüchen. Niemals aus böswilligem Vorsatz, sondern allein in der Absicht, für Ruhe zu sorgen.

BrommHommler wirken von weitem träge, langsam und ein wenig korpulent. Davon sollte man sich jedoch keineswegs täuschen lassen, denn sie können ein enormes Tempo vorlegen, sollten sie von der tatsächlichen Brisanz eines anstehenden Unterfangens überzeugt sein. Die verhältnismäßig kurzen, sehnigen Beine enden in massiven Tatzen, die messerscharfe Krallen von der Länge einer Banane beherbergen, welche bei Gefahr ausgefahren werden.

BrommHommler besitzen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, und sollte dieser Sinn Alarm schlagen, werden sie äußerst unangenehm und sorgen auf ihre (oft recht drastische) Art für eine Wiederherstellung eines »harmonischen Gleichgewichts«.
Angst ist ihnen ein Fremdwort. Es sei denn, Styropore sind im Spiel. Vor diesen Kreaturen haben sie (aus bisher ungeklärten Gründen) einen Heiden Schiss. BrommHommler ernähren sich von Alleskleber, getrockneten Teesa-Fylmen und Bier.

Im Gegensatz zu dem (sehr) entfernt verwandten PituCatacha hat der BrommHommler ein ausgesprochen gutes Gedächtnis, ist somit oft sogar klüger als sein Besitzer.

Radiosendungen, die niemand hören will

Sie lauern überall.
Und es gibt nur wenige, die ihnen entkommen.

Sexbesessener Waschbär

Obacht!
Äußerst aggressiv. Ja, wirklich. Sie werden schon sehen. Noch lachen Sie. Noch.

Styropor

Auf GorillaDelphia gibt es genau 147,3 Styroporarten. Nur 5 davon sind giftig.
Besonders angriffslustig sind die portunesi ... nein, eigentlich alle.
Das berüchtigte äußerst brutale maatulanische XXL-Styropor, welches angeblich schon manch arglosem Schwimmlehrer oder Hobbytaucher zum Verhängnis wurde, ist zum Glück nur eine Legende. Ebenso eine Legende ist demzufolge auch, dass Styropore »immer oben schwimmen«, denn ganz im Gegenteil: sie sind exzellente Tiefseetaucher.

Wer von einem Styropor angegriffen wird, sollte entweder sehr schnell rennen, bzw. schwimmen können, eine Schusswaffe oder einen Chemiestudenten bei sich haben, der mittels einer kompliziertem chemischen Reaktionsgleichung das arglistige Polystyrol (so ihre eigentliche biologische Bezeichnung) in etwas harmloseres, wie etwa Polyurethan oder Polyester umwandelt, oder über Umwege, als da wäre Polyvinylchlorid, in eine Schallplatte.
Oder auch, bei jungen oder kleinwüchsigen Styroporen, eine Single.
Nein, keine Picturediscs. Das geht nicht. Das wäre ja völlig verrückt!

Styroporflossen sind übrigens eine Delikatesse. Sofern sie frisch sind.

Schimmelheuler

Kleine, an sich harmlose, muffig duftende Tierchen aus der Familie der »» QuastenKasper.
Bevorzugt in der Nähe von feuchtem Dreck zu finden.

Rongur

Ronguren sind gürteltierähnliche Schwanztiere, bevorzugt im eifrigen und lobenswerten Einsatz für eine saubere Umwelt zu finden. Manche sogar freiwillig. Manche nicht.

Zwieback

Ein Zwieback ist besonders gefährlich, wenn er angeschossen wird. Obacht!

TeesaFylm

TeesaFylme sind plattwurmartige, wirbellose Epidermiten. Sie sind bevorzugt in Wüstengegenden zu finden, wo sie sich in Horden über den Sand wälzen und alles, aber auch wirklich alles(!), mit sich reißen.
Naja, fast alles.
In den Südlichen Regionen (Niierula, Portunesia, Seltsamadonna-Hah) sind sie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden, da sie hier gefangen, zu Tierfutter ausgebildet und in alle Herren Länder exportiert werden.

Hampelfisch

Der stinkt.
Der Hampelfisch lutscht sich zwar des öfteren auch an den Füßen achtloser Strandspaziergänger fest, und ist nur sehr schwer und mit viel Geschick und Werkzeug wieder wegzukriegen, aber seine auffälligste Eigenschaft ist sein unnachahmlicher Gestank.

Schraaf

Schraafe sind unglaublich langweilige, bewollte Zuchttiere aus der Familie der Wollträger (Textiliae).
So langweilig, dass es sich gar nicht lohnt, mehr über sie zu schreiben. Ach ja, Schraafwolle ist neben Qualm-Energie, Nähmaschinen und Baumwolle der dritte Stützpfeiler des Exporthandels von RauwKamp. Nein, der vierte. Entschuldigung. Aber das wars eigentlich auch schon.

Vokuhila-Zombie

Besonders gefährlicher Auswuchs der untoten Gattung »Zombie«.
»Vokuhila« ist bunselungisch und bedeutet VorneKurzHintenLang: Eine außerordentlich grausame Abart der Frisurenmode einiger Bewohner von MurrHardt, die meist von Untoten getragen wird. Woraus durchaus zurecht geschlossen werden kann, dass ein Großteil der Bevölkerung von MurrHardt aus Zombies besteht. Kein Zweifel.
Eine Vokuhila ist auch oft in Verbindung mit einem gefährlichen Oliba (OberLippenBart) anzutreffen. Die VoKu beginnt knapp oberhalb der Stirn und mündet in eine, häufig auch noch mit einer »Zündschnur« (einzelne dünne, manchmal gebündelte Haare) versehenen HiLa, irgendwo auf dem Rücken. Eine grauenerregende Frisur, und eine schreckliche Waffe im Kampf, denn die Hila windet sich wie ein Tentakel um ihr Opfer und schnürt ihm die Luft ab.
Vokuhila-Zombies sind darüberhinaus oft noch mit PUR-CDs und verschwitzten Freundschaftsbändern bewaffnet, was sie umso gefährlicher macht.

Blauwarm

Der Blauwarm scheißt zwar grundsätzlich überall hin, dafür liefert er uns allen aber eine Vielzahl von gesunden und verdauungsfördernden Produkten, wie etwa Blauwarmmilch, Blauwarmkäse, Blauwarmquark, Blauwarmtee, blablabla ...
Und Salami.

RotschädelSchwitzer

Sehr nervöser Parasit, der schwarze Striche auf Turnhallenböden hinterlässt. Er ist aber mit billigem Fusel meist recht einfach zu besänftigen.

Wonzkrabbe

Wenn Ihnen ein Fischhändler in Niierula erzählt, er habe frisch gefangene Wonzkrabben im Angebot, dann wissen Sie von nun an: der Kerl lügt!
Wonzkrabben kommen einzig und allein in den Gewässern bei Huaschda Bombole vor, südlich der berüchtigten Untiefen von ZeraanKooch. Und selbst auf einer so komfortablen und gut ausgebauten Handelsstrecke wie der BeeZeen sind die Dinger niemals mehr frisch, bis sie in Niierula ankommen.
Mein Gott, wie viele Kunden sind dieser Fischhändler-Lüge schon zum Opfer gefallen.

Schlowokk

Ein Schlowokk ist eine Art Rücken-Teufel.
Er spricht fließend kursiv (was einem kleinen Frevel gleichkommt, denn Schriftstiländerungen in GorillaDelphia sind normalerweise dem Allw. Erzähler vorbehalten) (!) und bereitet meist nur Ärger. Schlowokken gelten im Allgemeinen als sehr geschwätzig und sind nicht größer als ... naja, sagen wir mal, hm. Ach, keine Ahnung.
Sie sind meist nur für den sichtbar, den sie besessen haben, was in einigen Fällen bereits durchaus für Verwirrung gesorgt hat. In angegrauter Vorzeit, unter der Schreckensherrschaft des Totenzehrers, waren sie seine direkten Untergebenen, die er mit Hilfe einer kleinen ringförmigen Fernbedienung befehligte und steuerte.

WaaBoon

Obacht!
Der Große WaaBoon war einer der mächtigen Alten Götter, der vor tausenden von Jahren sehr blutrünstig am Mount Bam zugange war. So unendlich entsetzlich und unaussprechlich furchtbar, dass man ihn kaum zu beschreiben vermag.
Nicht einmal hier, in diesem Lexikon.